bevo BauAlle Artikel
Baukosten & Preise

Badsanierung Kosten 2026: Was kostet ein neues Bad?

Von Jakob Schick|27. Januar 2026|12 Min. Lesezeit
Stand: 27. Januar 2026·4.5(4)

Eine komplette Badsanierung kostet 2026 zwischen 1.800 und 3.500 Euro pro Quadratmeter Badfläche. Für ein Standard-Bad mit 6 Quadratmetern bedeutet das 10.800 bis 21.000 Euro inklusive Fliesen, Sanitärobjekte, Elektroarbeiten und SHK-Installation. Die große Preisspanne entsteht vor allem durch die Ausstattungswahl: bodengleiche Dusche, Großformatfliesen oder Unterputzarmaturen treiben den Preis nach oben.

Das Wichtigste in Kürze
  • 6-qm-Bad: 10.800 bis 28.000 € je nach Ausstattungsniveau — bodengleiche Dusche allein macht 2.000–4.000 € Unterschied aus
  • Baupreise für Instandhaltung an Wohngebäuden sind seit 2020 um über 46 % gestiegen ([Destatis](https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Preise/bpr110.html), 2025)
  • Lohnanteil bei der Badsanierung: 55–65 % der Gesamtkosten — Stundensatz SHK-Monteur 55–70 €, Fliesenleger 50–62 €
  • Immer auf Abdichtungsnachweis (Verbundabdichtung nach DIN 18534) und Gewährleistungsregelungen im Angebot achten

Was kostet eine Badsanierung 2026?

Die Gesamtkosten hängen vor allem von der Badgröße und dem gewünschten Ausstattungsniveau ab. Nach dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamts sind die Baupreise für Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden seit 2020 um über 46 Prozent gestiegen.4 Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für 2026 auf Basis aktueller Handwerkerpreise in Deutschland, inklusive Material und Arbeitskosten.

Die Standard-Variante umfasst eine einfache Duschwanne oder Badewanne, Standardfliesen (20x20 bis 30x60 cm), Aufputzarmaturen und einen Waschtisch mit Unterschrank. Die Komfort-Variante beinhaltet bodengleiche Dusche, Großformatfliesen, Unterputzarmaturen, Doppelwaschtisch und ggf. Fußbodenheizung.

BadgrößeKosten StandardKosten KomfortDauer
4 qm (Gäste-WC)6.000 bis 10.000 €10.000 bis 16.000 €2 bis 3 Wochen
6 qm (Standard)10.800 bis 18.000 €18.000 bis 28.000 €3 bis 4 Wochen
8 qm (Komfort)14.400 bis 24.000 €24.000 bis 38.000 €4 bis 5 Wochen
10+ qm (groß)18.000 bis 30.000 €30.000 bis 50.000 €5 bis 6 Wochen

Regionale Preisunterschiede sind in den Werten nicht berücksichtigt. In München, Stuttgart oder Hamburg zahlen Sie 15 bis 25 Prozent mehr als in ländlichen Gebieten Ostdeutschlands. Auch innerhalb einer Stadt schwanken die Preise je nach Betriebsgröße, Auslastung und Jahreszeit.1

Kosten nach Gewerk aufgeschlüsselt

Wer ein Angebot für eine Badsanierung richtig einordnen will, muss wissen, welche Gewerke welchen Anteil an den Gesamtkosten haben. Die folgende Tabelle schlüsselt die typischen Kosten nach Gewerk auf.

GewerkKostenAnteil an Gesamtkosten
Fliesen (Material und Verlegung)50 bis 120 € pro qm Wandfläche/Bodenflächeca. 25 bis 30 %
Sanitärobjekte (WC, Dusche/Wanne, Waschtisch)2.000 bis 8.000 € pauschalca. 20 bis 25 %
SHK-Installation (Wasser, Abwasser, Heizung)3.000 bis 6.000 €ca. 25 bis 30 %
Elektroinstallation800 bis 2.000 €ca. 5 bis 10 %
Trockenbau und Abdichtung1.500 bis 3.000 €ca. 10 bis 15 %
Malerarbeiten (Decke, nicht geflieste Wände)500 bis 1.000 €ca. 3 bis 5 %

Die SHK-Installation macht zusammen mit den Fliesen den größten Posten aus. Das liegt am hohen Lohnanteil: Sanitärinstallateur-Stundensätze liegen 2026 bei 55 bis 70 Euro, Fliesenleger bei 50 bis 62 Euro.2 Material macht bei der Badsanierung nur rund 35 bis 45 Prozent der Kosten aus, der Rest ist Arbeitszeit.

Ein häufig übersehener Posten: die Demontage und Entsorgung der alten Ausstattung. Je nach Zustand des Altbads kommen dafür 500 bis 1.500 Euro dazu. In Altbauten vor 1970 kann die Entsorgung teurer werden, wenn Asbest in Fliesenkleber oder Rohren vorliegt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schreibt für die Entfernung asbesthaltiger Materialien einen zertifizierten Fachbetrieb nach TRGS 519 vor.5 Schadstoffgutachten plus fachgerechte Entsorgung: 800 bis 2.000 Euro zusätzlich.

Angebot für die Badsanierung erhalten?

bevo Bau prüft Ihr Handwerkerangebot auf überhöhte Preise, fehlende Positionen und versteckte Nachtragsrisiken. Basis-Prüfung 149 €, Express in 24 Stunden für 189 €.

Angebot prüfen lassen

Was macht ein Bad teuer? Die 5 größten Kostentreiber

Die Bandbreite zwischen 1.800 und 3.500 Euro pro Quadratmeter erklärt sich vor allem durch fünf Entscheidungen, die den Preis stark beeinflussen. Jede davon kann einzeln 1.000 bis 5.000 Euro Unterschied machen.

1. Bodengleiche Dusche vs. Duschwanne

Eine Duschwanne aus Acryl kostet inklusive Einbau 400 bis 800 Euro. Eine bodengleiche Dusche mit Ablaufrinne, Verbundabdichtung und gefliester Fläche liegt bei 1.500 bis 3.500 Euro. Der Aufpreis entsteht nicht durch die Ablaufrinne selbst (200 bis 500 Euro), sondern durch den höheren Aufwand: Der Estrich muss eingeschnitten und im Gefälle neu aufgebaut werden, die Abdichtung ist aufwendiger, und die Fliesen werden auf einer größeren Fläche verlegt. In Altbauten kommt eventuell eine Bodenerhöhung dazu, weil die Aufbauhöhe für das Gefälle nicht reicht.

2. Großformatfliesen vs. Standardformat

Fliesen im Format 30x60 cm kosten in der Verlegung 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Großformatfliesen ab 60x120 cm oder 120x120 cm liegen bei 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Der Mehrpreis kommt weniger vom Material als vom Verlegeaufwand: Großformate erfordern einen gleichmäßigeren Untergrund, speziellen Kleber (Fliessmörtel), oft zwei Handwerker zum Tragen und Positionieren, und der Verschnitt ist höher. Dafür wirkt das Bad großzügiger und hat weniger Fugen, was die Reinigung erleichtert.

3. Unterputz- vs. Aufputzarmaturen

Eine Aufputzarmatur für die Dusche kostet 150 bis 400 Euro inklusive Montage. Unterputzarmaturen liegen bei 400 bis 1.200 Euro, weil zusätzlich ein Unterputzkörper in die Wand eingebaut werden muss und die Trockenbau- bzw. Stemmarbeiten aufwendiger sind. Der optische Unterschied ist deutlich: Bei Unterputz sieht man nur den Griff und den Brausekopf, alles andere verschwindet in der Wand. Reparaturen sind allerdings aufwendiger, weil man an die Wand muss.

4. Fußbodenheizung nachrüsten

Eine elektrische Fußbodenheizung im Bad kostet 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter inklusive Thermostat und Verlegung. Bei 6 Quadratmetern Badfläche sind das 240 bis 480 Euro. Eine wassergeführte Fußbodenheizung ist deutlich teurer (80 bis 150 Euro/qm), weil sie an das Heizungssystem angeschlossen werden muss. In den meisten Fällen reicht die elektrische Variante, da sie unabhängig von der Zentralheizung arbeitet und nur bei Bedarf eingeschaltet wird. Der Aufbau erhöht den Boden um ca. 1 bis 2 cm, was bei der Türhöhe berücksichtigt werden muss.

5. Barrierefreier Umbau

Ein barrierefreier Badumbau nach DIN 18040-26 kostet 3.000 bis 8.000 Euro zusätzlich gegenüber einer Standard-Sanierung. Darin enthalten sind bodengleiche Dusche (Pflicht), Haltegriffe, unterfahrbarer Waschtisch, breitere Tür (mind. 80 cm lichte Breite) und rutschhemmende Fliesen (Bewertungsgruppe B). Bei einem Komplettumbau mit Sitzmöglichkeit in der Dusche und Stützklappgriffen neben dem WC kommen weitere 1.000 bis 2.000 Euro dazu. Dafür gibt es Fördermöglichkeiten (siehe unten).

Praxisbeispiel

Familie M. aus München möchte ihr 6-qm-Bad komplett sanieren. Sie holen drei Angebote ein: 11.400 €, 14.800 € und 18.200 €. Das günstigste klingt verlockend. Eine Angebotsprüfung zeigt: Das 11.400-€-Angebot enthält keine Verbundabdichtung (Pflicht nach DIN 18534 hinter bodengleicher Dusche), keinen Estricheinschnitt für das Duschgefälle und keine Entsorgungskosten. Realistischer Gesamtpreis nach Nachträgen: 15.600 €. Das mittlere Angebot war vollständiger und am Ende günstiger.

Was das zeigt: Ein niedriger Angebotspreis ohne Vollständigkeitsprüfung ist kein günstiger Preis – er ist ein unbekannter Preis.

Badsanierung: Spartipps ohne Qualitätsverlust

Wer bei der Badsanierung Kosten senken will, ohne an der Substanz zu sparen, hat mehrere Ansatzpunkte.

  1. Eigenleistung bei der Demontage. Alte Fliesen abschlagen, Sanitärobjekte demontieren, Bauschutt zum Container tragen: Das sind Arbeiten, die handwerkliches Geschick, aber keine Fachausbildung erfordern. Ersparnis: 500 bis 1.500 Euro. Wichtig: Die Demontage von Wasser- und Stromleitungen gehört nicht zur Eigenleistung, das muss der Fachbetrieb machen.
  2. Fliesenreste und Sonderposten nutzen. Viele Fliesenhändler und Baumärkte bieten Restposten oder Auslaufmodelle zu 30 bis 50 Prozent unter dem regulären Preis an. Voraussetzung: Die Menge muss für das gesamte Bad plus 10 Prozent Verschnitt reichen. Nachkaufen ist bei Restposten oft nicht möglich, also lieber etwas mehr einplanen.
  3. Standardmaße wählen. Duschwannen, Badewannen und Waschtische in Standardmaßen (z.B. 90x90 cm Duschwanne, 60 cm Waschtisch) kosten deutlich weniger als Sonderanfertigungen. Auch die Einbaukosten sind niedriger, weil die Handwerker keine Sonderkonstruktionen bauen müssen. Individuelle Maße machen erst ab einem Gesamtbudget über 25.000 Euro Sinn, wenn das Bad ohnehin als Komfort-Bad geplant ist.
  4. Handwerker im Winter beauftragen. Badsanierungen sind Innenarbeiten und damit wetterunabhängig. In den Monaten November bis Februar haben viele Betriebe mehr Kapazitäten, weil Außenarbeiten ruhen. Manche bieten Nachlässe von 5 bis 10 Prozent oder zumindest kürzere Wartezeiten. Die Einsparung hängt von der Region und der aktuellen Auslastung ab.

Der Verband Privater Bauherren (VPB) weist darauf hin, dass bei Badsanierungen die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter bei gleicher Leistung regelmäßig bei 30 bis 50 Prozent liegt.9 Ein weiterer Hebel ist der sorgfältige Angebotsvergleich. Drei Angebote sind das Minimum. Achten Sie darauf, dass alle auf dem gleichen Leistungsumfang basieren, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Pauschale Angebote ohne Positionsaufstellung sind ein Warnsignal, weil sie keinen transparenten Preisvergleich erlauben. Mehr dazu, wie Sie ein Bauangebot richtig prüfen, finden Sie im verlinkten Ratgeber.

Förderungen für barrierefreie Bäder

Für barrierefreie Umbauten gibt es zwei relevante Förderprogramme, die sich auch kombinieren lassen.

  • KfW 455-B (Barrierereduzierung): Zuschuss von bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit (12,5 Prozent der förderfähigen Kosten, max. 50.000 Euro). Das Programm fördert den Umbau zum barrierefreien Bad inklusive bodengleicher Dusche, Haltegriffe und breitere Türen. Antragstellung zwingend vor Baubeginn. Die Mittel sind begrenzt und waren in den letzten Jahren regelmäßig vor Jahresende ausgeschöpft.3
  • Pflegekasse (§ 40 SGB XI): Wohnumfeldverbesserung von bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme für Personen mit anerkanntem Pflegegrad (1 bis 5). Das Geld kann für barrierefreie Badumbauten verwendet werden, z.B. für den Einbau einer bodengleichen Dusche oder eines Badewannenlifts. Antrag bei der zuständigen Pflegekasse, oft reicht ein formloses Schreiben mit Kostenvoranschlag. Bei mehreren pflegebedürftigen Personen im Haushalt steigt der Zuschuss auf bis zu 16.000 Euro.

Wer beide Programme kombiniert, kann bei einem barrierefreien Badumbau bis zu 10.250 Euro Zuschuss erhalten. Bei Gesamtkosten von 15.000 bis 25.000 Euro für einen barrierefreien Umbau deckt das einen erheblichen Teil ab.

Häufige Fehler bei der Badsanierung

Manche Fehler bei der Badsanierung lassen sich im Nachhinein nur schwer oder teuer korrigieren. Die folgenden vier kommen in der Praxis besonders häufig vor.

  1. Abdichtung unzureichend oder vergessen. Die Verbundabdichtung im Spritzwasserbereich (Dusche, Badewanne) ist nach DIN 18534 Pflicht.7 Trotzdem wird sie in Angeboten gelegentlich nicht als eigene Position aufgeführt. Die Folge: Entweder wird sie gar nicht ausgeführt (Feuchtigkeitsschäden nach 2 bis 5 Jahren) oder sie kommt als Nachtrag. Eine fachgerechte Abdichtung kostet 800 bis 1.500 Euro und schützt vor Schäden, die schnell 5.000 bis 15.000 Euro kosten können. Prüfen Sie, ob die Position im Angebot enthalten ist.
  2. Zu wenige Steckdosen eingeplant. Im Bad brauchen Sie mehr Steckdosen als man zunächst denkt: Föhn, elektrische Zahnbürste, Rasierer, Waschmaschine (falls im Bad), ggf. beheizter Handtuchhalter. Planen Sie mindestens 3 bis 4 Steckdosen ein, davon eine Schuko-Dose neben dem Spiegel und eine für die Waschmaschine. Nachträgliches Einbauen ist teuer (Fliesen müssen aufgestemmt, Leitungen verlegt, neu verfliest werden).
  3. Keine Revisionsöffnungen. Hinter Vorwandinstallationen und unter der Badewanne befinden sich Wasserleitungen, Siphons und Anschlüsse. Ohne Revisionsöffnung müssen bei einer Reparatur Fliesen abgeschlagen werden. Eine Revisionsöffnung kostet 50 bis 150 Euro und spart im Reparaturfall leicht 1.000 Euro. Achten Sie darauf, dass das Angebot mindestens je eine Revisionsklappe im Bereich der Vorwandinstallation und der Badewanne vorsieht.
  4. Eigenleistung an Wasser- und Elektroinstallation. Arbeiten an Wasserleitungen und Elektrik im Nassbereich erfordern einen Fachbetrieb. Bei unsachgemäßer Ausführung drohen Wasserschäden, Kurzschlüsse und der Verlust des Versicherungsschutzes. Eigenleistung ist bei Demontage und Malerarbeiten sinnvoll, bei Wasser und Strom nicht. Das gilt auch für den Anschluss der Waschmaschine an den Starkstrom (Trockner) oder den Einbau eines Durchlauferhitzers.

Viele dieser Fehler lassen sich durch eine sorgfältige Prüfung des Angebots vor der Beauftragung vermeiden. Fehlende Abdichtung, zu wenige Steckdosen und fehlende Revisionsöffnungen sind typische Punkte, die bei einer professionellen Angebotsprüfung auffallen. Wie Sie Nachtragskosten vermeiden und worauf Sie bei der Angebotsgestaltung achten sollten, erklärt der verlinkte Ratgeber.

Angebot für Badsanierung prüfen lassen

Bei einer Badsanierung ab 10.000 Euro lohnt sich eine unabhängige Prüfung des Angebots fast immer. Die mögliche Ersparnis durch erkannte Überhöhungen oder fehlende Positionen übersteigt die Prüfkosten in den meisten Fällen deutlich. Die folgende Tabelle zeigt, welche Prüfoptionen es gibt.

AnbieterKostenDauerLeistungsumfang
Sachverständiger360 bis 714 €2 bis 4 WochenUmfassende Prüfung inkl. Ortsbegehung, bautechnische Bewertung, detailliertes Gutachten
Verbraucherzentrale180 bis 370 €1 bis 3 WochenBeratungstermin mit Prüfung des Angebots, allgemeine Einschätzung, keine detaillierte Positionsanalyse
VPB-Bauherrenberater175 €+/Std.nach AbspracheVertragsprüfung, baubegleitende Beratung, Bauabnahme. Stundensatzbasiert, Gesamtkosten je nach Aufwand
bevo Bau (Basis)149 €3 bis 4 WerktageDigitale Prüfung aller Positionen auf Preis, Vollständigkeit und Vertragsrisiken. PDF-Bericht mit Handlungsempfehlungen
bevo Bau (Express)189 €24 StundenWie Basis, aber mit Ergebnis innerhalb eines Werktags. Für eilige Entscheidungen oder ablaufende Angebote

Für die meisten Badsanierungen im Bereich 10.000 bis 30.000 Euro ist eine digitale Prüfung ausreichend. Eine Ortsbegehung durch einen Sachverständigen ist vor allem dann sinnvoll, wenn bauliche Besonderheiten vorliegen (Altbau mit unklarer Substanz, statische Veränderungen, Schadstoffverdacht) oder wenn das Bad Teil einer größeren Sanierung mit mehreren Gewerken ist.

Mit dem kostenlosen Quickcheck von bevo Bau erhalten Sie vorab eine erste Einschätzung: Angebot als PDF hochladen und sofort sehen, ob die Preise im Rahmen liegen und wo mögliche Risiken stecken.

Badsanierung geplant? Angebot vor der Unterschrift prüfen.

bevo Bau analysiert Ihr Sanierungsangebot auf Marktpreiskonformität, fehlende Leistungen und Nachtragsrisiken. Basis-Prüfung 149 €, Express 189 €. Ergebnis als PDF-Bericht, direkt verwendbar für Verhandlungen.

Angebot hochladen und prüfen lassen

Häufige Fragen zu Badsanierungskosten

Was kostet eine Badsanierung für ein 6-qm-Bad?

Für ein Standard-Bad mit 6 Quadratmetern rechnen Sie mit 10.800 bis 18.000 Euro in der Standardausstattung (Duschwanne, Standardfliesen, Aufputzarmaturen). Mit Komfortausstattung (bodengleiche Dusche, Großformatfliesen, Unterputzarmaturen) steigen die Kosten auf 18.000 bis 28.000 Euro. Dazu kommen ggf. Kosten für Demontage und Entsorgung (500 bis 1.500 Euro).

Wie lange dauert eine komplette Badsanierung?

Eine Standard-Badsanierung dauert 3 bis 4 Wochen. Darin enthalten sind Demontage (2 bis 3 Tage), Rohinstallation Sanitär und Elektro (3 bis 5 Tage), Estrich und Abdichtung (2 bis 3 Tage plus Trocknungszeit), Fliesen (4 bis 6 Tage plus Trocknungszeit), Montage Sanitärobjekte (1 bis 2 Tage) und Abschlussarbeiten. Bei einem Komfort-Bad mit bodengleicher Dusche und Fußbodenheizung planen Sie 4 bis 5 Wochen ein.

Kann ich im Bad wohnen bleiben während der Sanierung?

Ja, aber Sie brauchen für die Dauer der Sanierung eine alternative Waschmöglichkeit. In den meisten Fällen lässt sich die Küche als provisorische Waschgelegenheit nutzen (Spüle). Manche Handwerker bieten auch mobile Duschen oder Container-Badlösungen an (ca. 150 bis 300 Euro pro Woche Miete). Planen Sie die Sanierung so, dass das WC möglichst spät demontiert und früh wieder angeschlossen wird.

Lohnt sich eine Teilsanierung statt einer Komplettsanierung?

Eine Teilsanierung (z.B. nur Fliesen und Sanitärobjekte, vorhandene Leitungen behalten) kostet 40 bis 60 Prozent einer Komplettsanierung. Sie lohnt sich, wenn die vorhandene Elektrik und Wasserinstallation noch in gutem Zustand und normgerecht sind. Bei Leitungen, die älter als 30 Jahre sind, ist eine Komplettsanierung oft die bessere Wahl, weil Reparaturen an alten Leitungen hinter neuen Fliesen besonders teuer werden.

Welche Badsanierungskosten kann ich steuerlich absetzen?

Handwerkerleistungen in der selbstgenutzten Wohnung können nach § 35a EStG mit 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) von der Steuerschuld abgezogen werden, maximal 1.200 Euro pro Jahr.8 Bei einer Badsanierung mit 8.000 Euro Arbeitskosten ergibt das eine Steuerersparnis von 1.200 Euro (Höchstbetrag). Voraussetzung: Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und Überweisung (keine Barzahlung). Bei barrierefreien Umbauten kann alternativ die KfW-Förderung genutzt werden, aber nicht beides für dieselbe Maßnahme.

Weiterführende Ratgeber

Quellen

  1. Destatis, Baupreisindizes Instandhaltung Wohngebäude, Fachserie 17 Reihe 4, November 2025
  2. ZVSHK, Branchenbericht 2025: Stundensätze und Kalkulationsgrundlagen im SHK-Handwerk
  3. KfW, Förderprogramm 455-B Barrierereduzierung, Konditionen Stand Januar 2026
  4. BKI, Baukosteninformationszentrum: Statistische Kostenkennwerte für Instandhaltung 2025
  5. BAuA, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: TRGS 519, Asbest
  6. DIN 18040-2: Barrierefreies Bauen, Wohnungen, Deutsches Institut für Normung
  7. DIN 18534: Abdichtung von Innenräumen, Deutsches Institut für Normung
  8. § 35a EStG: Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Handwerkerleistungen
  9. VPB, Verband Privater Bauherren: Preisvergleiche bei Sanierungsprojekten

Vor der Unterschrift: Angebot prüfen lassen

Kostenloser Quickcheck in wenigen Minuten. Oder direkt die vollständige Prüfung: Basis 149 €, Express 189 € (Ergebnis in 24 Stunden).

Jetzt Angebot einreichen

Weitere Artikel

Angebotsprüfung

Bauangebot prüfen – Der vollständige Ratgeber für Bauherren

Baukosten & Preise

Was kostet eine Sanierung 2026? Kostenübersicht nach Gewerk

Bauvertrag & Schutz

Nachtragskosten vermeiden – Der Bauherren-Guide

Anbieter im VergleichKostenloser QuickcheckPrüfbericht bestellen
4.5aus 4 Bewertungen

Kommentare (5)

B
Burkhard SteinmannVor 1 Monat

Realistisch und ohne Schönfärberei. Genau das brauche ich für meine Budgetplanung.

L
Lieselotte FrankVor 2 Monaten

Sehr informativ! Besonders der Abschnitt über versteckte Kosten (Leitungsarbeiten, Trockenbau) war für mich neu.

N
Norbert HaasVor 2 Monaten

Bei uns hat allein die Fliesenlegerarbeit fast 4.000 Euro gekostet für 10m². Ist das normal oder zu teuer?

J
Jakob SchickAutorVor 2 Monaten

400 Euro pro m² für Fliesenarbeiten ist in Großstädten durchaus üblich, vor allem wenn es sich um ein aufwändigeres Muster oder Format handelt. In ländlicheren Regionen wäre 250–330 Euro/m² eher marktüblich. Haben Sie noch andere Angebote eingeholt zum Vergleich?

I
Ilse BrandtVor 2 Monaten

Wir haben gerade unser 8m² Bad für 12.500 Euro saniert — liegt also genau im mittleren Bereich. War ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Kommentar schreiben

0/2000